Die österreichische Mezzosopranistin Hermine Haselböck studierte an den Musikhochschulen in Wien und Detmold. Bekannt für ihr breitgefächertes Repertoire und ihre künstlerische Vielseitigkeit interpretiert sie Musik des Barock bis hin zur Gegenwart und fühlt sich gleichermaßen in Lied, Konzert und Oper zuhause. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Jean-Claude Casadesus, Vladimir Fedosejev, Adam Fischer, Nikolaus Harnoncourt, Gustav Kuhn, Fabio Luisi, Jean-Christophe Spinosi, Kirill Petrenko, Christian Thielemann, Franz Welser-Möst und Jaap van Zweden.

Als Konzertsängerin hat sie die wichtigsten Werke ihres Stimmfaches gesungen und sich einen Namen in der Interpretation der Werke von Bach, Händel, Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Mahler, Schreker, Zemlinsky, Wolf, Wagner und Verdi gemacht. Ihre internationale Tätigkeit als Lied- und Konzertsängerin führte sie in die Carnegie Hall NY, Wiener Konzerthaus, Musikverein Wien, Mozarteum Salzburg, Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom, Gewandhaus Leipzig, Philharmonie im Gasteig München, Frauenkirche Dresden und das Teatro San Carlo sowie zu vielen hochrangigen internationalen Festivals.

Zu ihren Opernrollen gehören Dorabella (Cosi fan tutte, Concertgebouw Amsterdam), 2. Dame (Zauberflöte, Theater an der Wien und Grand Theatre de la Ville Luxemburg), Ramiro (La Finta Giardiniera, Nationaloper Tokyo), Hänsel und später Mutter (Hänsel und Gretel, Volksoper Wien, Oper Graz), Mercedes (Carmen, Styriarte, Volksoper Wien), Ernesto (Il Mondo della Luna, Brucknerhaus Linz), 3. Magd (Elektra, Festspiele Baden-Baden), Magdalene (Meistersinger von Nürnberg), Flosshilde (Das Rheingold, Die Götterdämmerung in Hongkong), Brangäne (Tristan und Isolde, Tiroler Festspiele Erl, Beijing), Azucena (Il Trovatore), Fricka (Das Rheingold und Die Walküre, Tiroler Festspiele, Shanghai Symphony Hall) und Tochter (Baruchs Schweigen, Nominierung zum österreichischen Musiktheaterpreis).    

Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen umfaßt ihre Diskographie Lieder von Zemlinsky, Schreker, Mahler (Bridge Records), Donizetti „Adelia“ (Sony BMG), Beethoven „Missa Solemnis“ und „9. Symphonie“ (Col Legno), Mahler „Lied von der Erde“ (CAvi) und „2. Symphonie“ (Evidence Classics), Schubert „Messe in Es Dur“ und „As Dur“ (ORF), Strauss „Elektra“ (Unitel - DVD), Wolf: "Lieder" auf DVD (Departure), Wagner „Das Rheingold“ und „Die Götterdämmerung“ (Naxos), Lieder von Weigl, Bosmans, Kapralova, Schlesinger (Gramola).

Ihre CD "Songs by Zemlinsky" wurde 2004 mit dem Pasticciopreis von Radio Ö1, dem Alexander-Zemlinsky Förderpreis 2005 und die CD  "Mahler: Lieder" 2014 mit dem Supersonic Award vom Journal Pizzicato ausgezeichnet.

Hermine Haselböck unterrichtet seit 2017 als Gastprofessorin für Sologesang an der Kunstuniversität Graz und seit 2020 auch am JJF-Konservatorium Graz.

Sie ist Jurorin bei nationalen und internationalen Wettbewerben.